Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences
Institut für lebenswerte und umweltgerechte Stadtentwicklung
Institute for Sustainable Urban Development
IN-LUST

Pro­mo­tio­nen

​​Promotionen im In-LUST

In-LUST bietet qualifizierten Absolvent*innen die Möglichkeit zur kooperativen Promotion, insbesondere in interdisziplinär angelegten Themenbereichen.
Im Folgenden finden Sie Informationen zu den Promotionsvorhaben, sowie zu den Promotionskolloquien.

Promotionskolloquien

Die Promotionskolloquien dienen dem interdisziplinären Austausch über das jeweilige Promotionsthema. Die Promovend*innen erhalten so die Möglichkeit, Aspekte ihrer Arbeit mit Kolleg*innen anderer Disziplinen zu diskutieren. 

1. Promotionskolloquium

Am 18.03.2021 fand das erste In-LUST Promotionskolloquium statt. Stephanie Weis präsentierte den Mitgliedern des Instituts den aktuellen Stand ihrer Dissertation mit dem Titel: "Prozesse der energetischen Gebäude- und Stadtsanierung". Im Anschluss an die Präsentation fand eine rege Diskussion mit den Teilnehmenden über Aspekte ihrer Arbeit statt.


Weitere Informationen:


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Prozesse der energetischen Gebäude-und Stadtsanierung​

​von
Stephanie Weis M.A. Arc​hitektur, 
M.A. Innenarchitektur 


FB Architektur​​

Interdisziplinärer Ansatz:
Architektur, Energietechnik, Sozialwissenschaften

Beschreibung:
Die Kenntnis und Abstimmung der vielen, aufeinander einwirkenden Vorgänge sind für eine erfolgreiche Umsetzung eines Sanierungsprozesses wesentlich.

Forschungsfragen:
Welche Prozesse spielen beim Aufeinandertreffen der vielzähligen Akteur*innen und der weitreichenden Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle?

Welchen Einfluss haben die Beteiligten aufeinander?

Wie sehen effiziente Prozessketten aus und wie sind die Schnittstellen und Überschneidungen von Teilprozessen zu gestalten?

Die Analyse und Auswertung von Prozessmodellen aus der Betriebswirtschaftslehre im Vergleich zur Gebäude- und Stadtsanierung und Befragungen der an den Prozessen beteiligten Akteur*innen können hierzu wichtige Erkenntnisse liefern.

Ziel:
Ziel ist, Maßnahmen und Bausteine zur Prozessoptimierung von Sanierungen im Gebäudebereich zu entwickeln, um zum einen die Hemmnisse der Hausbesitzer*innen abzubauen und zum anderen die Abläufe von Sanierungsprozessen effizienter zu gestalten.​




​Interaktive Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Partizipation der Nutzer*innen an der zentralen Wärmeversorgung von Gebäuden und Quartieren (Arbeitstitel)​

​​

​von
Hannah Hintzen​ M.Sc.


FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik​

Interdisziplinärer Ansatz:
Energietechnik, Medien, Sozialwissenschaften

Beschreibung:
Im Zuge des Forschungsvorhabens soll eine intuitiv nutzbare Mensch-Maschine-Schnittstelle zum Betrieb multivariat gespeister Wärmenetze in Quartieren entwickelt werden.
Dabei wird untersucht, wie die Kommunikation zwischen Kund*innen und Betreiber*innen​ von Wärmenetzen in Echtzeit etabliert werden kann.

Forschungsfragen:
Wie sieht eine Partizipation von Wärmenetzkund*innen und deren Identifikation mit Wärmenetzen langfristig aus?

Wie können den Nutzer*innen von Wärmenetzen maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen zum energiesparenden Verhalten mitgeteilt werden?


Ziel:
Hierzu sollen die Wärmenetzkund*innen partizipativ an dem Entstehungsprozess der Mensch-Maschine-Schnittstelle teilhaben, um eine langfristige Identifikation mit dem eigenen Wärmenetz zu ermöglichen.
Alle Funktionalitäten des Software-Frameworks sollen ohne spezifische Vorkenntnisse nutzbar sein und ansprechende Visualisierungen beinhalten, die nicht nur benutzerfreundlich sind, sondern auch in den Lebensalltag der Nutzer*innen eingebettet werden können (z.B. Integration der Visualisierung in die Innenarchitektur).
Dabei steht die Gewährleistung von Datensicherheit im Zentrum der Untersuchung. Wie können Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit vor dem Hintergrund der europäischen Datenschutz-Grundverordnung in das komplexe System integriert werden?​​​



(Nicht-)Nutzen digitaler Angebote in der
sozialraumbezogenen Sozialen Arbeit (Arbeitstitel)​​​​

von
Carina Bhatti M.A.



FB Sozial- und Kulturwissenschaften

​​Interdisziplinärer Ansatz:
Sozialarbeitswissenschaften,
Medien, Informatik

Beschreibung:
Digitale Angebote verändern Kommunikations- und Unterstützungswege der Menschen untereinander. Veränderungen und Auswirkungen der Digitalisierung lassen sich in unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit feststellen. Dies spiegelt sich nicht nur im Bereich der einzelfallbezogenen Sozialen Arbeit wider, sondern auch im Bereich der sozialraum​bezogenen Sozialen Arbeit (Kutscher et al. 2020, S. 14). Hierdurch ergeben sich vielfältige Chancen (wie u.a. zeit- und ortsunabhängige Unterstützung), jedoch lassen sich auch Herausforderungen (wie z.B. ungleichverteilte Teilhabechancen) identifizieren (siehe u.a. Kreidenweis 2018 zit. in Stüwe und Ermel 2019, S. 138; Iske und Kutscher 2020, 123 ff.). Besonders relevant scheint die Betrachtung der Veränderungen und Auswirkungen durch die Digitalisierung auf die Arbeit im Sozialraum, denn diese erweist sich als bedeutend für die Unterstützung von Menschen. Schließlich ist der Sozialraum ihr Aktions- und Lebensraum: als Ort des Wohnens, des sozialen Austauschs, des bürgerschaftlichen Engagements oder auch der Teilhabe an gesellschaftlichen Einrichtungen (Knopp und van Rießen 2020; Gillich 2007).

Aufgrund dessen beschäftigt sich das Forschungs-vorhaben nun unter Berücksichtigung eines interdisziplinären Ansatzes mit dem Nutzen digitaler Angebote in der sozialraumbezogenen Sozialen Arbeit aus der Perspektive der Nutzer*innen. Die empirische Untersuchung fokussiert hierbei das Beispiel des Nutzens von älteren Menschen, die die Angebote von sozialraumbezogener Sozialer Arbeit auf digitalen Nachbarschaftsplattformen verwenden.

Forschungsfrage:
Welchen (Nicht-)Nutzen hat das von sozialraumbezogener Sozialen Arbeit bereitgestellte Angebot auf digitalen Nachbarschaftsplattformen aus der Perspektive älterer Nutzer*innen?

Ziel:
Ziel ist es, mittels der sozialpädagogischen Nutzer*innenforschung (siehe u.a. Schaarschuch und Oelerich 2005; van Rießen 2020) zu identifizieren,

  1. welche Nutzen Dimensionen (wie z.B. materielle, personelle, infrastrukturelle) aus der Perspektive der älteren Nutzer*innen durch die Angebote auf digitalen Nachbarschaftsplattformen ausgemacht werden können.
  2. welche hemmenden und förderlichen Faktoren aus der Perspektive der älteren Nutzer*innen den Nutzen von Angeboten digitaler Nachbarschaftsplattformen strukturieren und zu der Entstehung von (Nicht-)Nutzen führen.
  3. wie der Relevanzkontext (subjektiv, institutionell und gesellschaftlich) der Erzählungen, bzgl. der Angebote auf digitalen Nachbarschaftsplattformen, der älteren Nutzer*innen aussieht.